„Entscheidungen, die heute getroffen werden, werden mich mehr betreffen als diejenigen, die sie getroffen haben." (Hanna aus Schweden, 15 Jahre alt)

Foto: Christian Jung
Problem
Viele Menschen sind weltweit ungesunden Lebensbedingungen ausgesetzt. Die Zerstörung der Umwelt fügt ihnen vielfältige Schäden zu. Kinder und Jugendliche sind besonders verwundbar. Verschmutzte Luft oder verseuchtes Wasser sind eine der häufigsten Todesursachen von Kindern. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht jeder dritte Todesfall bei Kindern auf Umweltschäden zurück. Verschmutztes Wasser und unhygienische Lebensverhältnisse tragen entscheidend dazu bei, dass sich gefährliche Krankheitserreger verbreiten können. Auch wenn Kinder die Krankheiten überleben, sind sie häufig so geschwächt, dass sie die Schule oder eine Ausbildung nicht schaffen. Extreme Wettereignisse wie Stürme und Überschwemmungen zerstören Ernten, Infrastruktur und Eigentum. Vielerorts verschärfen diese Folgen des Klimawandels existierende Umweltschäden und Armut.
Zielsetzung
Kinder haben das Recht, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen. Ökologische Kinderrechte werden definiert als „Recht eines jeden Kindes auf dieser Welt, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln". Die Verantwortung, geeignete Bedingungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen zu schaffen, trägt die gesamte Gesellschaft. An erster Stelle ist jedoch die Politik gefragt, einen institutionellen Rahmen hierfür zu schaffen. Der Aktionsplan zum Weltkindergipfel 2002 nimmt Bezug auf Umweltprobleme und deren Auswirkungen auf Kinder. Die MDG-Ziele 4, Senkung der Kindersterblichkeit, und 7, Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit, betreffen Kinder und ihre Rechte ebenso.
Handlungsansätze
[1] National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland 1999: Ökologische Kinderrechte: Das Recht des Kindes auf bestmögliche Entwicklung und Gesundheit, Bonn, S. 12
[2] Ebenda, S. 12
Petra Stephan