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Klimawandel: Kinder melden sich zu Wort

Indische Kinder melden sich zu Wort: Thema "Überschwemmungen"

Kinder aus ländlichen Projekten des nordindischen Kindernothilfe-Partners HCDI berichten von ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel.

Riya Joshi, 14 Jahre, Klasse 7, Ranipatti, Bihar:

„Wir haben Tierkadaver und Menschenleichen in den Fluten treiben sehen. Wir haben unsere selbstgemachten Binden in dasselbe Wasser geworfen. Wir haben das Hochwasser als Toilette benutzt. Wir haben dasselbe Wasser zum Baden und Kleiderwaschen genommen, und wir mussten dasselbe Wasser trinken! Ich bekam Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber."  mehr

 

Rani Kumari, 14 Jahre, Klasse 7, Ranipatti, Bihar:

„In seiner Not sah sich unser Nachbar gezwungen, erst die jüngste seiner sechs Töchter und dann die zweite Tochter zu verkaufen. Keiner weiß, wo die Mädchen geblieben sind. Seine beiden Söhne wurden nach Delhi geschickt, um dort als Hilfsarbeiter Geld zu verdienen. Wir haben auch erlebt, dass Eltern ihre Kinder verlassen. Wir haben hier im Ort Leute gesehen, die sich an Erpressung, Kidnapping und Plündereien beteiligten. Und in solchen Notsituationen mehren sich die Fälle von Kinderverheiratung. So sah eine verwitwete Mutter keinen anderen Ausweg, als ihre kleine Tochter zu verheiraten, weil sie nicht wusste, wie sie das Kind ernähren sollte."  mehr

 

Gudiya Kumari, 14 Jahre, Klasse 9, Ranipatti, Bihar

„Ich passe auf meine Geschwister auf und arbeite, wenn nötig, auch als Hilfskraft. Die Schule kann ich nicht regelmäßig besuchen. Mit den Fluten ist mein Recht auf Bildung weggeschwemmt worden."  mehr

 

 

Vijay, 15 Jahre, Klasse 9, Aranahalli, Karnataka

„Wir rannten vier Kilometer durch das Wasser in ein anderes Dorf. Wir hatten nichts zu essen. Wir tranken schmutziges Wasser und mussten uns übergeben. Nach fünf Tagen hörte der Regen auf. Wir bekamen in der Schule zu essen, aber der Gestank um uns herum war schrecklich. Überall lagen tote Tiere. Wir haben alles verloren. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll."  mehr

 

 

Rohini, 14 Jahre, Klasse 7, Aranahalli, Karnataka

„Mein Vater hat einen Kredit für die Bewirtschaftung der Felder aufgenommen. Zurzeit gehen wir nicht zur Schule. Wir leben jetzt in einer Baracke und warten auf Hilfe seitens der Regierung; wir denken auch daran, nach Rajamundry im Nachbarstaat auszuwandern. Wir werden unser Haus und das Land verkaufen und mit der ganzen Familie wegziehen; wir haben Angst, dass wieder eine Überschwemmung kommt."  mehr

 

 

 

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Bei Überschwemmungen werden alle Felder und Äcker zerstört, das stehende Getreide verrottet und die Felder sind mit Schlamm, Sand und Schutt bedeckt, so dass eine Bewirtschaftung auf Jahre hinaus unmöglich ist.  mehr

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Die Wasserfluten spülen unsere Bücher, Kugelschreiber und Bleistifte fort und keiner weiß, wo sie geblieben sind. Solange noch Hochwasser da ist, denken wir kaum an die Schule. Und wenn das Wasser zurückgegangen ist, können wir von Glück sagen, wenn unsere Schule noch steht.  mehr

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