Kinder aus ländlichen Projekten des nordindischen Kindernothilfe-Partners HCDI berichten von ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel.

Koshila Kumari, 15 Jahre, Klasse 10, Jharkhand:"In Dürrezeiten, wenn die Landarbeiter Geld leihen und das Geld dann nicht zurückzahlen können, drohen die Kreditgeber damit, deren Töchter zu vergewaltigen. Deshalb sehen sich die armen Landarbeiter gezwungen, ihre Töchter schon sehr früh zu verheiraten. Eine Frühverheiratung bedeutet eine niedrige Mitgift." mehr

Lucky Minz, 13 Jahre, Klasse 7. Gumla, Jharkhand:„Extreme Hitze und Dürre führen zu Wassermangel, Hunger und Tod in unserer Gegend. Die Aasgeier ziehen sich aus unserem Gebiet zurück und die Tierkadaver bleiben einfach liegen, ohne dass sich jemand um sie kümmert. Der Gestank ist unerträglich und wir haben Atemprobleme. Unsere Tiere verenden an Hunger und Durst." mehr

Margaret Kacchap, 16 Jahre, Klasse 10, Gumla, Jharkhand:
"Die Dürre in diesem Jahr hat eine Tragödie in unserer Familie angerichtet. Unsere Weizen- und Reisernte ist ausgeblieben. Ich musste meinen Förderunterricht in Mathematik und Naturwissenschaften aufgeben. Meine Schwester hat ganz mit der Schule aufgehört." mehr

Hansaben Ranmal Koli, 10 Jahre, Klasse 3, Kutch, Gujarat:„Drei aus unserer Familie - Mutter, Schwester und ich - gehen Tag für Tag zweieinhalb Kilometer zu Fuß, um Trinkwasser zu holen. Ich gehe einmal um fünf Uhr morgens und dann noch einmal abends, wenn ich aus der Schule komme. Im Sommer muss ich mindestens eine Stunde lang in der Schlange anstehen. Wenn ich spät dran bin, verpasse ich meinen Unterricht." mehr

Balram Kasdekar, 10 Jahre, Klasse 5, Bhandaraj, Maharashtra:„Einmal standen sehr dunkle Wolken über unserem Feld. Wir dachten, es würde regnen, aber es hat nicht geregnet. Die Saat vertrocknete. Mein Vater nahm einen Kredit auf und säte erneut ein. Wir hatten nichts zu essen. " mehr
„Infolge des Wassermangels ziehen viele Dorfbewohner weg und kehren erst Ende des Sommers zurück - mit Krankheiten, die sich dann im Dorf ausbreiten." mehr

Dürre: Auswirkung auf die Existenzgrundlage der ElternWenn unsere Eltern ihre Existenzgrundlage verlieren, ist alles verloren. Die Dorfbewohner können dem kargen Land keine Ernte abringen. Im Boden bilden sich Risse, und an Pflügen und Säen ist nicht mehr zu denken. Dann beginnt der Hunger. mehr

In Dürrezeiten gibt es in den Dörfern nur sehr wenige Arbeitsmöglichkeiten. Viele Arbeiter bieten sich an, jedwede Arbeit für geringes Entgelt zu übernehmen. Die Auftraggeber und Unternehmer nutzen die Situation und beuten die Arbeiter aus. mehr

Klimawandel/Dürre: Auswirkung auf die Schulbildung der KinderIm Sommer ist das Wasserholen doppelt schwer. Am Brunnen haben sich lange Schlange gebildet, und manchmal müssen wir dreißig Minuten und länger anstehen. Wir bleiben im Lernen zurück und schaffen die Prüfung nicht, so dass wir die Klasse wiederholen müssen. Dadurch verlieren wir Zeit. mehr

Dürre: Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden der KinderDie Grundnahrung in Dürrezeiten besteht entweder aus minderwertigem Reis oder Chapatti mit Soße oder Chutney. Wir teilen eine einzige Mahlzeit auf den ganzen Tag auf. mehr

Klimawandel/Dürre: Auswirkungen auf Mädchen und FrauenDie schwere Last des Wasserholens fällt in unseren Dörfern den Frauen und Mädchen zu. Tag für Tag legen sie viele Kilometer zurück, und manchmal müssen sie zwei- oder dreimal zum Brunnen, Teich, See oder Fluss gehen – zusammen mit anderen oder auch allein. mehr

Eine Übersicht mehr
