Kinder aus ländlichen Projekten des nordindischen Kindernothilfe-Partners HCDI berichten von ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel.

Pratiksha R. Jirafe, 13 Jahre, Klasse 9, Melghat, Maharashtra:„Wenn unterwegs Starkregen einsetzt, müssen wir sofort umkehren und nach Hause laufen. Wir versuchen, unsere Bücher unter dem Arm oder mit Plastikfolie zu schützen, aber nass werden sie trotzdem. Wir trennen dann die Buchdeckel ab und trocknen sie am Feuer in der Küche." mehr

Ramnivas Niranjan Sharma, 12 Jahre, Klasse 4, Bhartiya, Uttar Pradesh: „Bei anhaltendem Starkregen wird der lehmige Boden glitschig. Wir rutschen oft aus und fallen hin auf dem Schulweg oder auf dem Weg nach Hause. Manchmal gehen wir auch nicht zur Schule. Bei Starkregen kommen auch die Lehrer nicht und die Regierung ordnet schulfrei an, wegen Regen." mehr

Rajesh Kashinath Baraph, 12 Jahre, Klasse 6, Pindwal, Gujarat:„Vorletztes Jahr haben unerwartete Nieder-schläge zu vorzeitiger Blüte bei den Mangobäu-men geführt. Im vergangenen Februar sind die Cashew- und Mangoblüten in Hitze und Dunst verkümmert. Wir haben sehr hohe finanzielle Einbußen gehabt, und unser Getreidevorrat ist verrottet. Ich musste die Schule verlassen und ein Jahr lang in der Teppichindustrie arbeiten - für 50.00 Rupien am Tag." mehr

Samuel Chhaganbhai Desai, 14 Jahre, Klasse 8, Gauhan, Gujarat:„Wenn mit der Bewirtschaftung der Felder kein Geld mehr zu verdienen ist, geht mein Vater in den Wald und schlägt illegal Holz, um es an der Grenze zum Nachbarstaat zu verkaufen. Mein Vater geht ganz früh morgens in den Wald und stapelt das Holz so, dass es leicht abtransportiert werden kann. Später kommen dann meine Mutter und ich mit dem Karren. Ich belade den Karren und helfe meinen Eltern, ihn nach Hause zu bringen. Wenn wir spät dran sind, kann ich an dem Tag nicht zur Schule gehen." mehr

Samiksha Jirafe, 6 Jahre, Klasse 2, Melghat, Maharashtra: „Viele Tiere bekommen nicht genug zu fressen, und dann sterben sie. Oder sie bekommen die Maul- und Klauenseuche. Die Milchproduktion sinkt und wir haben keine Milch zum Trinken." mehr

Lavkesh Semalkar, 16 Jahre, Klasse 10, Melghat, Maharashtra:„Starke Regenfälle bedeuten, dass wir unsere Felder nicht mehr bewirtschaften können. Die Ernte bleibt aus und wir geraten noch tiefer in die Armut. Meine Eltern haben keine andere Einnahmequelle, und das ist ein großes Problem. Wir können keine Unterrichtsmaterialien, keinen Regenschutz und keine Schuhe kaufen." mehr

Starkregen/unvorhergesehene Niederschläge: Auswirkung auf die Existenzgrundlage der ElternDie Wetterverhältnisse sind heute anders als früher. Manchmal haben wir Starkregen, und dann wieder regnet es zur falschen Zeit, wenn keiner damit rechnet. Unsere Eltern sind Kleinbauern und Landarbeiter. Das Land ist unsere einzige Existenzgrundlage. mehr

Starkregen/unvorhergesehene Niederschläge: Auswirkung auf die Schulbildung der KinderDie Niederschläge wirken sich unmittelbar auf unsere Schulbildung aus; in ländlichen Gegenden fällt dann der Schulbesuch aus. Wir können die Flüsse nicht überqueren, weil sie über die Ufer getreten sind, weil es keine Brücken gibt oder weil die Brücken zu unsicher geworden sind. mehr

Starkregen/unvorhergesehene Niederschläge: Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden der KinderExtreme Niederschläge schädigen die Gesundheit der Landbewohner. Zwar gibt es meist noch etwas zu essen, aber nur wenig oder die Mahlzeiten sind nicht nahrhaft genug. Selbst das Mittagessen in der Schule fällt manchmal aus, weil das Getreide aufgeweicht oder das Brennholz nass geworden ist. mehr
