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Kenia: Kinderrechte sichern durch Umweltschutz

Kinderrechte sichern durch Umweltschutz - das Konzept der Starehe Boys' School in Kenia

Starehe ist Kenias beste Secondary School. 1.200 Schüler besuchen die Schule, 1.100 davon als Internatsschüler. Gleichzeitig ist Starehe die einzige Schule in Kenia, in der fleißige und begabte Jungen, die verwaist oder aus anderem Grund bedürftig sind, liebevolle Fürsorge und eine kostenlose Ausbildung erhalten. David Mwakima beschreibt, welche Umweltschutzmaßnahmen die Schüler an ihrer Schule durchführen.

Starehe Boys' School, Nairobi: saubere Umwelt, Umweltkomitee der SchuleSchüler halten den Schulhof sauber. Fotos: Starehe Boys' School Das Starehe Boys‘ Centre ist schon etwas Besonderes. Es handelt sich um eine gemeinnützige Einrichtung, die akademisch begabten Jungen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten in Kenia eine Chance gibt. Starehe ermöglicht es diesen Jungen, etwas Positives aus ihrem Leben zu machen, trotz ihrer Lebenssituation, trotz ihres schwierigen Hintergrundes. Das Starehe Boy's Centre geht davon aus, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben, und zwar nicht auf irgendeine Bildung, sondern vielmehr in der Form wie schon Aristoteteles es für jedes Kind als wichtig erachtete: „Wir sollen unseren Kindern eine Erziehung zukommen lassen, die nicht nur nützlich ist, sondern ihnen Freiheit und edle Werte vermittelt."

Trotz unseres Hauptanliegens, den Kindern exzellente akademische Ergebnisse zu ermöglichen, sehen wir die Notwendigkeit der Vereinbarung von Kinderrechten und Umweltaspekten. Wichtig ist hierbei die Tatsache, dass die Schule Mitglied des „Round Square" ist, eine Organistionsform von Schulen, die gemeinsame „Ideale" verfolgt und von Kurt Hahn gegründet wurde. (Anm.: Es gibt weltweit 60 Schulen, die dieser Schulphilosophie des „Round Table" angeschlossen sind.) Tatsächlich steht das „E" in dem Wort „IDEALS" für environment, Umwelt. Es geht also um die Notwendigkeit, eine Umwelt zu schaffen, die einer gesunden Entwicklung förderlich ist und Kinderrechte verwirklicht. Eines der wichtigsten Ziele der „Round Sqaure"-Schulen ist der Umweltschutz, zum Wohle zukünftiger Generationen.

Starehe Boys' School, Nairobi: saubere Umwelt, Umweltkomitee der Schule - Mitte: The Environmental Captain, David MwakimaDavid Mwakima (Mitte) mit Mitgliedern des Umweltkomitees. Gemeinsame Verant´wortung für die Umwelt
In Starehe streben wir ein Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für die Umwelt an. Die Schüler werden stets ermutigt, ihr Bestes zu geben, wenn es darum geht, ihre Umgebung sauber und die Schule in Ordnung zu halten. Starehe bietet Trost und Zuflucht für viele Jungen. Sie wissen, dass ihr Beitrag zur Bewahrung der Umwelt einer von vielen Wegen ist, ihre Dankbarkeit, für die Möglichkeit, auf der besten Schule Kenias lernen zu dürfen auszudrücken.

Wir sehen in Starehe die globalen Herausforderungen, denen sich unsere Welt heute gegenüber sieht. Eine dieser Herausforderungen ist der Klimawandel, der die Verfügbarkeit von sauberem Wasser stark gefährdet. Wasser ist eine der Hauptressourcen, die wir bewahren müssen bei unseren Bemühungen, Kinderrechte und Umwelt zu fördern. Strom, der hier in Kenia hauptsächlich durch Wasserkraft erzeugt wird, muss ebenfalls sinnvoll genutzt werden: Erstens ist er teuer, jedes Jahr muss die Schule mehrere Mio Shilling allein für Strom aufbringen, zweitens müssen die nationalen Wasserressourcen geschont werden.

Starehe Boys' School, Nairobi: saubere Umwelt, Umweltkomitee der SchuleDas Komitee für Umweltfragen. Komitee für Umweltfragen
Wie bereits erwähnt, fällt der Umweltschutz in den Aufgabenbereich jedes einzelnen hier in Starehe. Die Jungen wissen das und bringen sich dementsprechend auch in das Komitee für Umweltfragen ein. Dieses Komitee trägt dafür Sorge, dass die zur Verfügung stehenden Mittel der Schule gut genutzt werden. Es setzt sich zusammen aus disziplinierten, hart arbeitenden, gewissenhaften Jungen, die dieser herausfordernde Aufgabe mit Eifer und Begeisterung nachgehen. Sie sorgen z.B. dafür, dass in verschiedenen Räumlichkeiten rechtzeitig die Beleuchtung ausgeschaltet wird, dass in den Wohnhäusern keine Wasserhähne laufen oder tropfen und dass jedermann die Umweltschutzauflagen der Schule beachtet.
Außerdem gibt es auch noch eine Umweltabteilung mit einem „Aufseher". Dieser Aufseher, auch als "Wasserlöwe" bezeichnet, ist ein älterer Schüler, der die Maßnahmen zum Umweltschutz entwirft. Es handelt sich dabei um eine Liste, auf der Gebote und Verbote aufgelistet sind. Ältere Schüler helfen ihm dabei sicherzustellen, dass die Umgebung der Schule sauber und ordentlich ist und keine unnötige Verschwendung von Schulmaterial stattfindet. Die Schüler erkennen die Arbeit dieser beiden Gremien an, unterstützen sie und kooperieren mit ihnen, denn sie sind diejenigen, die die Einhaltung von Kinderrechten und Umweltschutz sicherstellen.

Starehe Boys' School, Nairobi: saubere Umwelt, Umweltkomitee der Schule Papiersammelaktion
Abschließend lässt sich sagen, dass der Umweltschutz in Starehe eine wichtige Rolle spielt, denn Kinder sollen zu ihrem Recht kommen. Die Schüler verhalten sich verantwortungsbewusst und achten stets darauf, dass ihre Umgebung blitzsauber ist, bevor sie in die Schule gehen. Wöchentlich erfolgt eine allgemeine Reinigungsaktion rund um die Schule, allgemein bekannt als „Papiersammelaktion" und wird meistens von den jüngeren Schülern durchgeführt. Hier wird deutlich, wie Kinderrechte und Umweltschutz zusammengehören, Kinder erhalten ihr Grundrecht auf Bildung und sorgen gleichzeitig für die Bewahrung ihrer Umwelt - das Konzept von Starehe.

Wie der Klimawandel die Rechte der Kinder beeinflusst - Ein Artikel von David Mwakima, Schüler an der Starehe Boys' School, Naribo/Kenia


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