Sambia: Gut 10 der 12 Millionen Einwohner Sambias leben in Kleinbauern-Familien. Viele müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Besonders die Situation der Kinder ist alarmierend: Viele sind unterernährt, immer wieder krank und entwickeln sich nicht richtig. Mit unserem Projekt wollen wir die Situation der Menschen verbessern, besonders die der Kinder.
Zum Artikel aus dem Dossier welt-sichten 9/20
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Fatale Entwicklung
Seit ein paar Jahren verschärft sich die Situation dramatisch: Immer mehr Bauern holzen Wälder ab, um mit Holzkohle ihr Einkommen aufzubessern und verschlechtern dadurch die Wasseraufnahmefähigkeit der Böden. Parallel dazu gestaltet sich das Wetter immer extremer. Lange Phasen der Trockenheit werden von vormals nie beobachteten sintflutartigen Regenfällen abgelöst, die vom Boden nicht mehr aufgenommen werden können. Eine fatale Entwicklung, die auch immer wieder zu Überflutungskatastrophen führt.
Kinder packen an
Die beiden Bauernsöhne Acleo und Shadrick kämpfen, wie tausende andere Mädchen und Jungen, dagegen an. Gemeinsam mit anderen pflanzen sie Bäume und lernen, wie man sorgsam mit Ackerboden und Wald umgehen kann. Sie gehören zur Hoffnung Sambias, denn ohne völlig neue land- und forstwirtschaftliche Methoden kann das kleine mittelafrikanische Land in Zukunft nicht überleben.
Hilfe per Radioschule (Proj. 61391/AA/12)
Dies hat auch unser Projektpartner, die „Chikuni-Mission", erkannt und setzt auf die Schulung von Kindern und Jugendlichen. „Da es in vielen Dörfern jedoch keine Schulen gibt, haben wir 16 Radioschulen gegründet.", so Father Tadeusz. „Wir haben Einheimische zu Hilfslehrern ausgebildet und neben dem Radioprogramm Unterrichtsmaterialien entwickelt. Vormittags steht nun die elementare Schulbildung auf dem Programm und nachmittags Unterricht in nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft.
Kinder sind Vorbild. Foto: Harald Spoddig.
Kinder sind Vorbild
Das funktioniert so gut, dass viele unserer Schüler bessere Abschlussarbeiten vorlegen, als Schüler an staatlichen Schulen", erzählt Father Tadeusz stolz. Eine gute Idee, auch deshalb, weil den Mädchen und Jungen in ihrem Dorf ein besondere Rolle zukommt und damit ihre Stellung in der Gemeinschaft gestärkt wird. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern bewirtschaften sie Schulgärten, legen Baumschulen an und versuchen ihre Eltern zu überzeugen, den Wald nachhaltig zu nutzen, um sowohl den Wald zu schonen als auch ein dauerhaftes Einkommen zu erzielen.
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